Zum Navigieren können Sie die Pfeiltasten des Nummernblocks verwenden. Mit 6 → springen Sie zur nächsten Seite mit 4 ← eine Seite zurück. Mit 8↑ und 2↓ können Sie scrollen.

VON DER IDEE BIS ZUM FERTIGEN FILM

Inklusion – spätestens seit 2012 ist dieser Begriff in den Medien allerorten zu finden, Inklusion wurde zu einem Kernthema gesellschaftlicher Auseinandersetzung und nicht nur durch die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung von 2008 zu einem Postulat für Umdenken und tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel. Doch bis es so weit war, ist viel geschehen und die Geschichten in GOLD – DU KANNST MEHR ALS DU DENKST sind ein Teil dieser Entwicklung. Angeregt durch eine bereits langjährig bestehende Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung – dem Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen mit über 70 Millionen Versicherten in Deutschland –, entstand im Mai 2009 bei den beiden Produzenten von Parapictures Film Production, Andreas F. Schneider und Hendrik Flügge, die Idee, einen abendfüllenden Dokumentarfilm über die Themen Sport und Rehabilitation zu drehen. Einer Äußerung Nelson Mandelas folgend, wollten die beiden Filmemacher zeigen, wie Sport die Welt verändern kann und dass dieser Satz nicht nur für den Fußball gilt. Dass es Lebensgeschichten von Sportlern vor dem Hintergrund der Paralympics werden sollten, war damit recht schnell klar. „Wir wollten etwas erzählen, was jeder – auch jemand, der eigentlich nichts über den Sport von Menschen mit Handicap weiß – in seiner Bedeutung und Leistung versteht.“, geben die beiden Produzenten zu Protokoll. Denn wirklich jeder kann nachvollziehen, dass die persönliche Bedeutung einer Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gleichzusetzen ist mit der Goldmedaille für einen Sportler bei den Paralympics.

Sie hielten Ausschau nach Geschichten und Persönlichkeiten, die für ein solch ambitioniertes Filmprojekt in Frage kommen könnten und fanden bald drei Sportler mit sehr unterschiedlichem persönlichen Background, deren Lebensgeschichten wie auch sportliche Leistungen sie zutiefst beeindruckten: Die nach einem Unfall im Alter von 21 Jahren im Rollstuhl sitzende Schwimmerin Kirsten Bruhn kannten die beiden Produzenten bereits schon seit längerem persönlich. Und auch mit dem blinden Marathonläufer Henry Wanyoike und dem australischen Rennrollstuhlfahrer Kurt Fearnley hatten sie schon zuvor Beiträge gedreht. Sie begannen sich intensiv mit den dreien auseinanderzusetzen, sichteten umfangreiches Archivmaterial, besuchten sie mehrfach, um mit ihnen über die Filmidee für GOLD – DU KANNST MEHR ALS DU DENKST zu sprechen. Sie wollen mit diesem Film zeigen, was Menschen, die den Glauben an sich nicht verlieren, zu leisten im Stande sind und waren sehr glücklich, als alle drei sich bereit erklärten, mitzumachen.

Die Dreharbeiten begannen schließlich im Sommer 2011 in Schleswig Holstein, dem Wohnort von Kirsten Bruhn, im darauf folgenden Herbst reiste das Filmteam nach Australien zu Kurt Fearnley, und im Februar 2012 nach Kenia, wo Henry Wanyoike bis heute in dem einfachen Haus wohnt, in dem er schon als Junge mit seiner Mutter gelebt hat. Der gemeinsame Höhepunkt, an dem die drei Porträts und Lebensgeschichten schließlich zusammen geführt wurden, waren dann die diesjährigen Paralympischen Sommerspiele, die vom 29. August bis 9. September in London stattfanden und bei denen 4452 Sportler aus 164 Nationen teilnahmen, die bislang größte Athletenanzahl bei den Paralympics. Der mehrfache Grimme-Preisträger und Dokumentarfilmer Michael Hammon, der unter anderem auch für die Kameraarbeit zu Pepe Danquarts HÖLLENTOUR verantwortlich zeichnet, übernahm für GOLD – DU KANNST MEHR ALS DU DENKST die Regie und konnte Marcus Winterbauer, der zuvor unter anderem RHYTHM IS IT und FULL METAL VILLAGE gedreht hatte, als Kameramann für eine Zusammenarbeit gewinnen. Beide wussten von Anfang an, dass die Dreharbeiten zu GOLD – DU KANNST MEHR ALS DU DENKST eine große Herausforderung darstellen würden, die in der Natur der Sache liegen: Wie kann man den Dreh so planen, dass man zur richtigen Zeit mit der richtigen Technik am richtigen Ort ist, um die bestmöglichen Bilder einzufangen? Was erwartet das Filmteam, das erstmals einen so privaten Zugang zu drei Weltklasse-Athleten bekommt? Der kontinuierliche Spagat zwischen bis ins kleinste Detail geplanter technischer Vorbereitung und persönlicher Verantwortung für die gewährte private Nähe, begleitete die komplette Drehphase.

Jetzt auf DVD,
Blu-ray & VoD
HINWEIS ZUM FILM:
GOLD - DU KANNST MEHR ALS DU DENKST ist vollständig Deutsch untertitelt,
sodass auch Menschen mit einer Einschränkung des Gehörs den Film verstehen können