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DIE DREHARBEITEN IN LONDON – DIE GRÖSSTE TECHNISCHE HERAUSFORDERUNG

August 2012. Die vierte Etappe des Drehs, das Highlight: Die Paralympics in London. Der Ort, an dem Fearnley, Bruhn und Wanyoike zu den Wettkämpfen antreten werden, zusammen mit weit über 4.000 Athleten in 500 Wettkämpfen in 10 Tagen. Aus aller Welt strömen die Zuschauer ins Londoner Stadtviertel Stratford, um live dabei zu sein. Es stellt sich die große Frage: Wie soll man in diesem Gewimmel drehen? Die Dreharbeiten in London waren für das GOLD-Team die größte Herausforderung: Die seitens der Organisatoren gewährten Zugänge waren nur sehr beschränkt, so dass es schwierig war, wirklich dicht an den Athleten dran zu bleiben, sowohl beim Training, als auch im Stadion. „London war wie gegen den Wind zu laufen“, sagt Michael Hammon. Wie bekommt man in einem Stadion einen zum Bild passenden Ton, wenn die Kamera -eine Red Epic mit einem 800mm Tele-Objektiv, die 300 Bilder pro Sekunde aufnehmen kann- sich Kirsten beim 100m-Brust-Wettkampf ganz nah ins Bild holen kann und hautnah miterlebt, wie sie trotz kurzer Distanz der Konkurrenz einfach davon schwimmt. Kameramann Winterbauer fragte sich schon beim Dreh, wie das möglich ist. Und wie fängt man diesen besonderen Moment ein, in Bild und Ton? Die sich überlagernden Klangwelten bei den Paralympics waren für Tonmeister André Zacher die größte Herausforderung. Bei den Wettkämpfen hat er mit mehreren Mikrofonen gearbeitet. Zusätzlich zum Surround-Setup an der Angel hat er eine weitere spezielle Surround-Anordnung des Mikrofonherstellers Schoeps aus Karlsruhe bei den Aufnahmen eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine speziell für Sportevents entwickelte Technik, bei der vier gerichtete Mikrofone in einem großen Windkorb hängen und einen 4kanaligen Surroundsound aufnehmen, während der Centerkanal frei bleibt für den geangelten O-Ton und Interviews. Das sogenannte „ORTF-Surround“-Setup von Schoeps wurde so erstmals für einen Kinofilm eingesetzt und ermöglichte es Zacher, die Live-Atmosphäre für den 5.1-Sound von GOLD festzuhalten: sowohl bei den ohrenbetäubenden Events im Stadion als auch nah dran an unsere Athleten. Parallel waren Michael Hammon und Marcus Winterbauer mit drei, manchmal sogar vier Kamerateams auf dem Gelände unterwegs, hatten neben der Red auch die – wie beide sagen zur Zeit beste Kamera für Kinobilder – Alexa im Einsatz, die die Firma Arri dem Drehteam zur Verfügung gestellt hatte, die durch den schweren Aufbau und auch trotz Steadicam relativ statisch und gut geplant eingesetzt werden musste, sowie eine Canon C300, die in ihrer leichten Handhabung schnelle Reaktionen ermöglichte.

Wenn man das Filmteam jedoch nach den besonderen Momenten während der Dreharbeiten befragt, bekommt man sehr übereinstimmende Antworten, in denen die Paralympics immer wieder im Mittelpunkt stehen: Die Begeisterung und Unterstützung der Athleten durch das Publikum. Aber auch und vor allem die Nähe zu den drei Athleten, die trotz aller Widrigkeiten nicht verloren ging.

So berichtet André Zacher von einem Interview, das zwei Tage vor dem wichtigen Marathon mit Kurt Fearnley stattgefunden hat, als er mitten in seiner mentalen Vorbereitungsphase auf den wichtigen Wettkampf war. Er beschreibt intensiv und bildhaft, wie man sich fühlt, wenn man sich bei einem Marathon 500 Meter vor dem Ziel befindet. Und sowohl Zacher als auch Produzent Andreas Schneider konnten danach den Moment, als sie Kurt dann beim Zieleinlauf sehen und allen klar wird, dass er nicht gewinnen wird, komplett mitfühlen. In London traten Fearnley, Wanyoike und Bruhn in 10 Wettkämpfen an, errangen 4 Medaillen. Aber sie haben auch einmal mehr gezeigt, dass in jedem etwas Besonderes steckt. GOLD – DU KANNST MEHR ALS DU DENKST.

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Blu-ray & VoD
HINWEIS ZUM FILM:
GOLD - DU KANNST MEHR ALS DU DENKST ist vollständig Deutsch untertitelt,
sodass auch Menschen mit einer Einschränkung des Gehörs den Film verstehen können